Datum: 16/08/2025 um 05:43 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger
Dauer: 5 Stunden 30 Minuten
Einsatzart: Feuer > Feuer_M_I_G
Einsatzort: Wüllener Straße
Mannschaftsstärke: 90
Fahrzeuge: Florian-Vreden-1-ELW-1-1, Florian-Vreden-2-MTF-1, Florian-Vreden-1-HLF20-1, Florian-Vreden-2-HLF-20-1, Florian-Vreden-1-DLK-23-01, Florian-Vreden-1-TLF4000-1, Florian-Vreden-2-LF-20-1, Florian-Vreden-1-LF-KatS-1, Florian-Vreden-2-GW-L2-1
Weitere Kräfte: Atemschutzkomponente Kreis Borken, Bereitschaftsdienst Klärwerk, Energieversorger, Feuerwehr Stadtlohn, Ordnungsamt Stadt Vreden, Polizei Kreis Borken, Rettungsdienst Kreis Borken, THW Baufachberater, THW Ortsverein Ahaus
Einsatzbericht:
Am 16.08.2025 um 05:43 wurde zunächste eine Gruppe des Löschzuges Vreden mit dem Stichwort „verdächtiger Rauch“ auf die Wüllener Straße alarmiert. Aufgrund weiterer Notrufe wurde das Stichwort bereits während der Fahrt der Einsatzkräfte zum Gerätehaus auf „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ erhöht und somit der gesamte Löschzug Vreden alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand die Wohnung im Erdgeschoss des Gebäudes in Vollbrand. Alle Personen hatten das Gebäude bereits eigenständig verlassen und hielten sich auf dem Gehweg auf. Ein Transport der neun leicht verletzten Personen ins Krankenhaus war nach Sichtung und Versorgung durch den Rettungsdienst nicht erforderlich.
Aufgrund des Schadensbildes wurde das Einsatzstichwort nochmals erhöht, sodass nun auch der Löschzug Ammeloe hinzualarmiert wurde.
Sofort gingen Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung mit C-Rohren vor. Parallel wurde der bereits verrauchte Treppenraum unter Atemschutz kontrolliert. Aufgrund der anfänglichen Brandinstensität erfolgten die ersten Löschmaßnahmen im Außenangriff. Nachdem die Flammen eingedämmt werden konnten, wurde das Objekt über verschiedene Zugänge betreten und die Brandbekämpfung im Inneren fortgeführt. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um die Dachflächen fortlaufend kontrollieren zu können. Dazu kam im weiteren Einsatzverlauf auch die Drohne zum Einsatz.
Der Löschzug Ammeloe übernahm die Maßnahmen an der anderen Gebäudehälfte. Der Brand hatte sich hier breits auf Terrassenmobiliar ausgebreitet. Auch hier wurde das Gebäude kontrolliert. Eine Ausbreitung auf die Räumlichkeiten konnte verhindert werden. Über den Balkon wurden Löschmaßnahmen in Richtung des Brandobjektes eingeleitet.
Da aufgrund der Gebäudestruktur und des Schadensausmaßes erkennbar war, dass der Bedarf an Atemschutzgeräteträgern und Atemschutzgeräten weiterhin hoch war, wurde auch eine Gruppe der Feuerwehr Stadtlohn und die Atemschutzkomponeten des Kreises Borken aus Ahaus alarmiert. Die Kräfte der Feuerwehr Stadtlohn schafften über den Treppenraum einen weiteren Zugang zur Brandwohnung und unterstützen die Brandbekämpfung. Um auch die Glutnester erreichen zu können, mussten Zwischendecken und Wände im Gebäude unter Atemschutz geöffnet und das Brandgut weiter abgelöscht werden.
Zur Begutachtung der Gebäudestruktur und dem Ausschluss möglicher Gefahrenquellen für die Einsatzkräfte wurde ein Baufachberater des THW hinzugezogen.
Auch der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes und der Kläranlage kamen zum Einsatz, um bei der rückwärtigen Organisation zu unterstützen. Die Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen bei Angehörigen und Freunden unter.
Nachdem die Kombiation aller Maßnahmen Wirkung zeigten und der Brand unter Kontrolle war, konnten die Kräfte kontinuierlich reduziert werden. Nach ca. 5 Stunden war der Brand endgültig gelöscht und die Einsatzfahrzeuge konnten an den Gerätehäusern wieder einsatzbereit gemacht werden.
Die Aufbereitung der Gerätschaften und Schutzausrüstung dauerte nach dem Einsatz noch Tage an. So musste die Atemschutztechnik und die Persönliche Schutzausrüstung gereinigt und geprüft werden, Schläuche ausgetauscht und Material repariert werden. Die Einsatzbereitschaft war natürlich weiterhin sichergestellt.



