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Übung Technische Hilfeleistung

Am Samstag, den 13.04.2019, nahmen 18 Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges Vreden-Stadt an einer Übung mit dem Schwerpunkt „Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfälle“ teil. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Einsatzgrundsätze und etwas Fahrzeug- und Gerätekunde ging es zum Firmengelände eines Autoverwerters ins Industriegebiet Gaxel.

Die erste Übung startete mit dem Stichwort „VU_mehr_P_klemmt (Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen)“. Die Erkundung des Gruppenführers zeigte einen Unfall mit fünf beteiligten Pkw. In einem Fahrzeug wurde der Fahrer eingeklemmt. Außerdem wurde eine Person unter dem Pkw eingeklemmt. Um die Personen zu befreien, wurden nach der Stabilisierung aller Fahrzeuge Hebekissen eingesetzt, um die unterm Auto liegende Person zu befreien. Anschließend wurde hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt, um auch den Fahrer retten zu können. Aufgrund des angenommenen Verletzungsmuster wurde das Dach entfernt, um den Patienten achsengerecht zu retten. Neben der Menschenrettung stand bei dieser Übung auch die Sicherstellung des Brandschutzes im Vordergrung. Aufgrund auslaufender Betriebsstoffe lag hier eine erhöhte Brandgefahr vor.

Bei der zweiten Übung handelte es sich um ein auf der Seite liegendes Fahrzeug mit einer eingeschlossenen Person. Auch hier wurde der Pkw erst stabilisiert. Anschließend ging ein Feuerwehrmann in den Pkw, um den Patienten zu versorgen. Nach der Erstversorgung wurde auch bei diesem Fahrzeug das Dach teilweise entfernt.

Bei der dritten Übung ging es um einen Alleinunfall eines Pkw. Dabei kam es zu schweren Verletzungen des Fahrers im Fußbereich. Nach der Erstversorgung des Patienten und der Stabilisation des Fahrzeuges wurde eine große Seitenöffnung geschaffen. Dabei werden die beiden Türen und die B-Säule entfernt. Im Anschluss wurden hydraulische Rettungszylinder eingesetzt, um durch das Wegdrücken des Motorblockes mehr Platz um Fußraum zu schaffen.

Ziel der aufwendigen Übungsszenarien war vorrangig das taktische und technische Vorgehen bei Verkehrsunfällen. Aber auch der Umgang mit dem technischen Gerät, insbesondere der neu angeschaffte hydr. Rettungsschere, sollte weiter verbessert werden. Der Tag war für alle Beteiligten ein interessanter und lehrreicher Erfolg.

Wir bedanken uns herzlich bei Andreas Fahnenbrauck für die Bereitstellung der Pkws und des Geländes!

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